Freitag, 25. Oktober 2024

Caravaggio

 Wir haben uns in unseren Viertel ein bisschen eingelebt. Man kann sich schon ohne Stadtplan orientieren, weiß wo der Tiber fließt und wo der Supermarkt ist. Unser Gästehaus liegt richtig gut, viele Sehenswürdigkeiten sind zu Fuß zu erreichen. Wir laufen zwischen 12.000 und 15.000 Schritte am Tag.


Wir machen uns auf, um die Chiesa di San Luigi dei Francesi zu besichtigen. Wir brauchen eine Weile, um sie zu finden, in den engen Gassen um den Platz Navona verirrt sich auch Google-Maps. Die Kirche hat einen prachtvollen Innenraum, berühmt ist sie aber vor allem wegen der Gemälde von Caravaggio.


Die Kirche ist einfach wunderschön, aber …


Wir hatten das Thema schon, auch hier sind die Bilder von Caravaggio verhangen und werden irgendwie bearbeitet. Es gibt nur ein paar Fotos der Gemälde zu sehen. Sehr schade!


Piazza Navona: Hier kann man wenigstens durch das Baugerüst gucken. 



Donatella ist inzwischen nachgereist und freut sich auf zwei Tage Rom, das sie sonst nur von Kongressen und politischen Terminen kennt.

Am Abend nehmen wir zusammen an der Piazza Cavour einen Aperitif zu uns, bevor wir in ein Restaurant in unserem Prati-Viertel einkehren. Das Restaurant ist gut gefüllt mit Touristen und Einheimischen, aber wir finden noch einen Platz. Donatella wählt leckere Vorspeisen aus, deren Namen wir noch nie gehört haben. Der Aperitif, die Nüsse und Chips, die es zum Aperitif gab, die Vorspeisen führen dazu, dass wir unseren Hauptgang nicht ganz schaffen. Aber es schmeckt sehr gut. Wir sind satt und zufrieden. Beim Heimweg starten wir noch unseren gestrigen Kontakt einen Besuch ab, dem Gastwirt und seiner Frau, die lange in Deutschland gearbeitet hatten und uns angesprochen haben.  Aber sie sind müde und erschöpft. Die Frau sagt, dass sie seit 5:00 Uhr morgens auf den Beinen sind. Da beschränken wir uns auf einen Absacker und gehen nach Hause. 


Für Morgen ist eine große Demonstration angesagt. 



Die Gewerkschaft CGIL, die Lega Ambiente und andere demonstrieren morgen in mehreren italienischen Städten und wollen alle Kriege beenden. Sie meinen, die Zeit für den Frieden ist jetzt. 

Wer möchte da widersprechen, andererseits, wer will wirklich daran glauben?

Und drittens, für uns etwas ungewohnt, was geht das die Gewerkschaft an?