Donnerstag, 17. Oktober 2024

Lucca

Lucca hat diese einzigartige Stadtmauer, 4 km lang, 12 Meter hoch. Sie wird zum spazieren gehen, Fahrrad fahren, spielen, picknicken oder einfach nur zum in der Sonne sitzen benutzt. Heute aber regnet es, was die Nutzung natürlich deutlich einschränkt. 

 

 

Die Mutter aller Stadtmauern

 

 

So muß eine Stadtmauer aussehen. Die innere Stadt ist nicht autofrei, aber autoarm. Fußgänger und Radfahrer können sich frei bewegen.

 

Unsere Konzentration liegt deshalb auf einem Restaurant, das im Baedecker empfohlen wird, aber auch in der Liste von Slow Food auftaucht. Es heißt GIGI und befindet sich in der Nähe der Piazza Anfiteatro. Dieser elipsenförmige Platz war tatsächlich mal ein Theater und ist ein beeindruckendes Beispiel dafür, wie schön und ästhetisch man Plätze und Innenstädte gestalten kann. 


Piazza Anfiteatro


Aber zurück zu GIGi. Das Essen war gut, der Wein hat geschmeckt. Aber so rundum zufrieden waren wir trotzdem nicht. Woran hat das gelegen? Das italienische Flair hat gefehlt. Wenn man so will, ist das Restaurant Opfer seines Erfolges geworden. Es taucht in jedem besseren Reiseführer auf (Baedecker, L’Ostarie d’Italia) und wird entsprechend vom Bildungsbürgertum aller Länder besucht. Das laute, bunte, lebendige Element der italienischen Familie fehlt ein bisschen, so ist die Stimmung gedämpft, es wird geflüstert oder gar nicht gesprochen und die einzigen, die laut sind, sind die Kellner. Während sonst in italienischen Restaurants ja ziemlich rum geschrieben wird und eine kommunikative, gesellige Atmosphäre herrscht. Die hat, zumindest heute, gefehlt.


Gigi: Das Risotto war ausgezeichnet und die frittierten Gemüseraspel eine Delikatesse


Vera meint, es hätte aber auch am Wetter gelegen. Wenn es so regnet, mag keine richtige Stimmung aufkommen. Zumal wir draußen unter einem Zelt in einem Pavillon saßen, an dem außen der Regen hinunter lief. Da hat sie natürlich auch wieder recht.

Luca hat uns insgesamt trotzdem sehr gut gefallen, aber wir merken auch, dass wir ein bisschen von den verschiedenen Besichtigungen ermüdet sind.