Es regnet den ganzen Tag. Mal ist es eher ein Nieselregen, mal kräftiger Regen, jedenfalls nicht angenehm, wenn man sich eine Stadt ansehen will. Andererseits, so hoffen wir, hält der Regen größere Menschenmengen davon ab, dasselbe zu tun, was wir vorhaben: sich Volterra anzuschauen.
Diese alte, etruskische Stadt bildet eine geschlossene Einheit. Enge Gassen, Straßen und Häuser alle aus Stein, kein Baum, kein Strauch und mittendrin riesige Gebäude rund um den Piazza dei Priori und mit einer Stadtmauer umgeben.
![]() |
| Ein geschlossenes Stadtbild |
![]() |
| Der Piazza dei Priori. Heute ist hier ein Gefängnis drin. |
![]() |
| Typische Gasse |
Der römische Diktator Sulla hatte sich seinerzeit fast die Zähne dran ausgebissen. Zwei Jahre lang hat er die Stadt belagert, bis sie gefallen ist. Danach war Volterras Bedeutung und die Macht der Etrusker gebrochen.
Das Ganze auf einem Berg, der so weit das Auge reicht von hügeliger, unbebauter Landschaft umgeben ist. Eine Landschaft, von der man sagt, sie sei typisch toskanisch.
![]() |
| Dünn besiedelt, hügelig, heute verregnet. Die Landschaft um Volterra. |
Jedenfalls fährt man 20-30 Minuten mit dem Auto durch menschenleere Gegend und landet dann plötzlich in dieser wuchtigen, alten Stadt. Und natürlich sind wir nicht allein. Trotz des Regens ziehen Amerikaner in kurzen Hosen, deutsche Schulklassen, kleinenGruppen von Rentern und japanische Touristen durch die engen Gassen, immer auf der Suche nach der unentdeckten Sensation, die noch keiner vor ihnen gesehen hat.
Andererseits, ohne die Touristen, die ihr Geld hierlassen, wäre die Stadt sicherlich nicht so gut erhalten, sauber und gepflegt.
Uns aber steht nicht der Sinn nach Kirchen und Museen und so essen wir zu Mittag, kaufen etwas Trüffelpaste und verlassen die Alabasterstadt wieder, die uns ausnehmend gut gefallen hat.



